Ich schreie, schreie die Worte an die Wand. Wo bist du? Wieso bist du weg? Ich brauche dich doch, verflucht nochmal. Ich bin verloren, weis nicht mehr was ich tun soll. Ich habe keine Kontrolle mehr. Wieso?
Alles was ich sehe, ist die abscheulich weiße Wand, die meine Worte wiederhallt. Verdammt nochmal wieso bist du nicht hier?! Ich kann niemandem die Schuld dafür geben. Ich darf es nicht. Also schreie ich weiter die Wand an, wieso musste es so kommen? So plötzlich? Niemand hat damit gerechnet. Ich habe nicht damit gerechnet. Ich schlage auf die Wand ein. Die Spritzer meines Bluts machen das eintönige Weiß der Wand nicht gerade erträglicher. Ich prügel weiter auf sie ein, doch sie gibt nicht nach. Sie ist zu stabil, zu stark. Warst du das nicht auch? Ich war immer davon überzeugt, dass du stark gewesen bist. Dass wir Beide es waren. Die Wand bricht nicht ein. Sie hält dem Druck meiner Faust stand. Wieso konntest du dem Druck nicht Stand halten? Du konntest deinen Willen doch immer durchsetzen, warst ein Dickkopf. Wieso dieses mal nicht? Ich kann nicht ohne dich. Ich kann nicht mehr. Meine Hände schmerzen & die befleckte Wand verschwimmt hinter dem Schwall Tränen der mir jetzt aus den Augen strömt. Meine Knie zittern. Die Beine geben nach, und mit dem Rücken an der Wand, sinke ich zu Boden, ergebe mich. Mit dem Rücken an der Wand werde ich hier kauern, in diesem leeren Raum. Ich werde hier sitzen, weinend, mit blutenden Händen und darauf warten, dass du mich rettest. Dass du mir hilfst. Dass irgendjemand mir hilft, weil ich keinen weiteren Kampf wie Diesen ertragen kann.
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